Brühen

Brühvorgang

Brühvorgang

Brühen mit der Slayer

Der gesamte Brühablauf wird bei einer Slayer mittels des sogenannten Actuator durchgeführt.

Dieser ist aus massivem Edelstahl gefertigt und mit peruanischem Walnussholz  verkleidet.
Beim Brühen eines Espresso führt man den Actuator aus der rechten Position auf Mittelstellung, dabei wird die Vorbrühung eingeleitet.

Der gewünschte Vorbrühdruck lässt sich für jede Brühgruppe einzeln und unabhängig von den anderen Gruppen in einem Bereich von 0-9 bar vorwählen. Dies geschieht per Hand und ist in wenigen Sekunden durchgeführt.

Umfangreiche Versuche haben gezeigt, dass die besten Ergebnisse bei einer Einstellung von 2,5 bis 3,5 bar erzielt werden. Das langsame Ansteigen des Vorbrühdrucks lässt sich während der Vorbrühphase einfach am Präzisions-Manometer der Maschine ablesen.

Durch die an der Slayer angebrachte Spiegelleiste sieht nun der Barista, wie in der Vorbrühphase sich dicke, fette Tropfen von Kaffee-Emulsion an der Unterseite des bodenlosen Filterträgers ansammeln.  Nachdem sich diese in der Espresso Tasse abgesetzt haben, führt der Barista den Actuator auf Linksanschlag und der Maximum-Brühdruck von  9 bar baut sich langsam auf.

Je nach gewünschter Inhaltsmenge des Espresso dauert nun die Bezugszeit.  Kurz vor Ende der Bezugszeit bewegt der Barista den Actuator wieder in Mittelstellung, worauf sich der Druck langsam auf den vorher eingestellten Vordruck abbaut. Ist die gewünschte Menge erreicht, führt man den Actuator wieder ganz nach rechts und der Espressobezug  hört sofort auf.

Der Actuator gibt dem Barista die Möglichkeit, sich auf die unterschiedlichen Brühparameter der Espressobohne einzustellen, nur so kann er jederzeit den Brühvorgang auf die Bohne abstimmen und beeinflussen.

All dies geschieht durch die geschulte Hand des Barista und nicht durch einen Knopfdruck, der einen automatischen Ablauf  startet, in dem die Belange der Kaffeebohne vernachlässigt werden.

Bei aller manuellen Arbeit bleibt aber festzustellen, dass die Bedienung der Slayer intuitiv erfolgt und nach kurzer Einarbeitungszeit von jedem Barista erlernt werden kann.

Festzustellen bleibt noch, dass Espressobrühungen mit der Slayer nicht mit den Standardzeitwerten anderer Maschinenhersteller durchgeführt werden.

Bei Brühungen mit der Slayer fand man heraus, dass die Espressobohne viel feiner als sonst üblich gemahlen werden kann. Die Brühzeiten ergeben dann im Zusammenspiel mit dem feineren Mahlgrad und der Vorbrühzeit Zeitwerte von 30, 40, 50 Sekunden, ganz nachdem wie sich der Kaffee beim Brühvorgang verhält und welcher Geschmack gewünscht wird.